Die kosmetische Rosacea-Behandlung – Step by Step

Vorbereitung

Kontaktieren Sie zuvor, sofern möglich, den behandelnden Hautarzt. Ihr Kunde fühlt sich so in Ihrem Kosmetikstudio gut aufgehoben, und Sie können die Hautpflege auf die medizinische Therapie abstimmen.

Hautreinigung

Verwenden Sie nur lauwarmes Wasser und milde, seifenfreie Syndets wie z. B. Cetaphil® Reinigungslotion aus der Apotheke. Meiden Sie "echte" Seife, gewöhnliche Peelings und zu hartes Wasser. Verzichten Sie auch auf kräftiges Frottieren, denn es reizt die Haut. Enzymatische sowie Fruchtsäure-Peelings hingegen sind geeignet, da mit ihnen die Haut sanft, mild und mit reizarmer Wirkung behandelt wird.

Pusteln (Bläschen) entfernen

Behandeln Sie Pusteln (Eiterbläschen), indem Sie sie zunächst dehnen und dann ausheben. Papeln (Knötchen) dürfen jedoch nicht entfernt werden.

Eine Maske auflegen

Nach der Pustel-Behandlung empfiehlt sich eine entzündungshemmende Kräutermaske. Bei pustelfreier Gesichtshaut können Sie auch eine aktivierende Sauerstoffmaske auftragen.

Gesichtsmassage

Schließen Sie die Behandlung mit einer Bindegewebsmassage ab, die überschüssige Wassereinlagerungen abtragen und das Hautbild verbessern kann.

Produkte: Machen Sie den Verträglichkeits-Check!

Zusatzstoffe ohne Zusatznutzen

Bei Rosacea-Haut gilt: Weniger ist mehr! Viele Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Emulgatoren reizen die empfindliche Haut. Enthält Ihr bevorzugtes Produkt Zusatzstoffe, so sollten Sie darauf achten, dass sie auf Hautverträglichkeit getestet wurden.

Diese Produkte eignen sich bei Rosacea

Optimal sind reizfreie Pflegeprodukte wie Cremes oder Lotionen, die deutlich mehr Wasser als Öl enthalten. Eine Wohltat für Rosacea-Haut sind zudem Pflegepräparate mit Silikonölen (z. B. Cyclomethicon, Dimethicon). Ihr Vorteil: Sie bilden keinen hautverschließenden Film, lassen sich leicht verteilen und sind daher bei Rosacea besser verträglich. Geeignet sind schließlich auch lipidarme Produkte auf liposomaler Grundlage, wie z. B. Lichtschutzfilter.

Darauf sollten Sie verzichten

Ungeeignet sind durchblutungsfördernde Präparate, zum Beispiel mit Kampfer, Menthol oder Duftstoffen. Auch Produkte für unreine Haut und Anti-Aging-Kosmetika enthalten hautreizende Substanzen wie Vitamin A, Retinol oder Fruchtsäuren. Tabu sind zudem tonisierende Zusätze wie Hamamelis, Salbei oder Zinksulfat (z. B. in Gesichtswässern) und fetthaltige Präparate (Salben, Öle, Wasser-in-Öl Emulsionen).

Auf einen Blick

Geeignet Nicht geeignet
Antikomedogene Produkte, frei von Duftstoffen Stark fetthaltige Präparate, z. B. Salben
Seifenfreie Syndets Durchblutungsfördernde Produkte
Leichte Gele und Emulsionen mit hohem Wasseranteil Revitalisierende Produkte mit Anti-Aging-Wirkstoffen
Produkte mit hautverträglichen Emulgatoren oder emulgatorfrei Chemische Lichtschutzfilter
Kosmetische Präparate mit Silikonölen Wasserfestes Make-up
Make-ups auf Feinfilmtechnologie Gewöhnliche Peelings, Seife, Gesichtswasser mit Alkohol
Make-ups in Grüntönen, die Hautrötungen abdecken Ätherische Öle wie Menthol, Pfefferminze und Eukalyptus
Physikalische Lichtschutzfilter (mind. Faktor 30-50)  
Enzymatische Peelings  
Fruchtsäure Peelings  

Tipps für ein Make-up, mit dem Sie bei Rosacea-Betroffenen Hautrötungen kaschieren können, erhalten Sie hier.


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